Goethe in Böhmen


Projektliteratur

Ein Überblick über wichtige und weniger bekannte Literatur zu Goethes Aufenthalten in Böhmen. Die Einträge sind alphabetisch nach Autorennamen geordnet. Wo möglich, bieten wir neben der bibliografischen Angabe auch einen Link zur digitalen Fassung der Publikation.


Artikel

BRÁZDA, Otakar: Jan Křtitel Boháč – profesor přírodovědy. Živa 1/2024

BRÁZDA, Otakar: Geolog Ignác Born Komorní hůrka a Učená společnost. Živa 5/2025

BRÁZDA, Otakar: Setkání Purkyně s Goethem ve Výmaru roku 1822 / How  Purkyně Met Goethe in Weimar 1822. Živa 6/2022

FEJFAR, Oldřich: Nálezy fosilních savců V. Chebská pánev: cyprisové souvrství ve Františkových lázních / The Record of Fossil Mammals V. Fauna of the Cheb basin: the s.c. Cypris layers in Františkovy Lázně. Živa 5/2011

FEJFAR, Oldřich: Nálezy fosilních savců VI. Chebská pánev: Dolnice / The Record of Fossil Mammals VI. Dolnice. Živa 6/2011

FEJFAR, Oldřich: Lázeňský, host, geolog a výletník: Přírodovědná zkoumání Johanna Wolfganga  Goetha během jeho pobytů v Čechách. Živa 6/2011

JANKO, Jan: Naturfilozof J. E. Purkyně / Purkyně as a natural philosopher. Živa 5/2011

RAPPRICH, Vladislav: Komorní hůrka a její role v dějinách věd o Zemi. Živa 5/2025

Bücher

ALBERTI, Karl: Beiträge zur Geschichte der Stadt Asch und Ascher Bezirkes. 287 s.  Asch 1937

Karl Alberti (1856–1953) war ein Lehrer und Historiker aus Asch, der sich jahrzehntelang der Archivforschung widmete. Seine Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Asch und des Ascher Bezirkes“ (insgesamt vier Bände) gilt bis heute als umfassendste Quelle zur Geschichte dieser Region. Das Buch erschien 1937, in einer Zeit höchster nationaler Spannungen in der Grenzregion. Obwohl es in deutscher Sprache verfasst ist und den damaligen Lokalpatriotismus widerspiegelt, basiert es auf einer Fülle von Archivmaterial, das heute oft nicht mehr zugänglich ist. Alberti erinnert sich an Goethes Besuche in Asch, sein geologisches Interesse an der Region und seine Freundschaft mit dem Ascher Pfarrer Johann Christoph Wohlrath. Goethe korrespondierte mit ihm und schätzte dessen Bildung. In Asch verbrachte Goethe viel Zeit mit ihm und diskutierte mit ihm über Literatur und Naturwissenschaften. Deutsch


ANGERER, Birgit: Sternberg und Goethe in Ostbayern und Böhmen. 84 s. Regensburg 1999 

Das Buch ist ein reich illustrierter Reiseführer und eine Monografie, die die tiefe intellektuelle Freundschaft zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Graf Caspar Maria von Sternberg dokumentiert. Die Publikation konzentriert sich auf die gemeinsamen Reisen, Aufenthalte, Korrespondenz und wissenschaftlichen Interessen beider Persönlichkeiten in der Region Ostbayern (um Regensburg) und Böhmen.

Deutsh


ASCHENBRENNER, Viktor: Goethe in Böhmen. 24. stran. Krainburg a. Inn 1982. 

Diese schmale, aber informative Broschüre bietet einen kurzen Überblick über das Wirken des Dichters in Böhmen und wurde anlässlich seines 150. Todestages veröffentlicht. Viktor Aschenbrenner (1906–1996) war ein bedeutender sudetendeutscher Schriftsteller und Historiker, der sich lange Zeit den tschechisch-deutschen Kulturbeziehungen und dem Thema der „geistigen Heimat“ widmete.

Deutsch


AUS Goethes Marianbader Tagen. Zwanzig Beiträge mit fünfzehn Bildbaigaben. 141. s Leipzig 1932 

Das 1932 in Leipzig erschienene Buch zählt zu den bedeutendsten literarischen und historischen Beiträgen zu den Feierlichkeiten zum 100. Todestag des Dichters. Es enthält 20 Fachartikel und 15 Bildbände mit zeitgenössischen Porträts, Faksimiles von Handschriften und Illustrationen aus Mariánské Lázně vom Beginn des 19. Jahrhunderts.

Deutsch



BRANDL, Benedikt:  Stift Tepler - Goethe-Festschrift 1932. 56 s. Teplá 1932

Das Buch ist eine bedeutende regionale Sammlung, die vom Prämonstratenserkloster in Teplá anlässlich des 100. Todestages von Johann Wolfgang von Goethe herausgegeben wurde. Hauptautor und Herausgeber der Publikation ist Benedikt Brandl (1864–1938), ein Priester und Historiker aus Teplá, der sich lange der Geschichte des Klosters und seiner Verbindung zum Kurort widmete. Die Sammlung dokumentiert die engen Verbindungen zwischen Goethe und dem Kloster Teplá, das zu Goethes Lebzeiten Gutsbesitzer und Gründer von Mariánské Lázně war.

Deutsch


Bratránek, František, Tomáš (ed.):  Briefwechsel zwischen Goethe und Kaspar Graf von Sternberg. 334 s. Wien 1866

Das 1866 in Wien von František Tomáš Bratránek herausgegebene Buch „Briefwechsel zwischen Goethe und Kaspar Graf von Sternberg“ ist ein bedeutendes edukatives Werk, das den Briefwechsel zwischen Johann Wolfgang von Goethe und dem Gründer des Nationalmuseums in Prag, Graf Kaspar Maria von Sternberg, zugänglich macht. Es befindet sich in der Nationalen Technischen Bibliothek und dokumentiert den Briefwechsel von 1820 bis 1832, also bis zu Goethes Tod. Deutsch



BRAUN, Hermann; NEUBAUER, Michael: Goethe in Böhme. 144 s. Hof 1991 

Das Buch bietet einen reich illustrierten Einblick in die schicksalhafte Verbindung zwischen dem berühmten deutschen Dichter und der tschechischen Landschaft. Auf 144 Seiten dokumentiert es Goethes zahlreiche Besuche in tschechischen Kurorten und Städten. Die Publikation umfasst den Zeitraum von 1785, als der damals 36-jährige Johann Wolfgang von Goethe als Begleiter von Herzog Karl August erstmals tschechischen Boden betrat, bis zu seinem letzten Besuch 1823. Die Autoren beschreiben detailliert Goethes Aufenthalte in Karlsbad, Marienbad, Franziskanerbad und Teplice. Das Buch spiegelt seine Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten und seine emotionalen Ausbrüche wider, darunter seine späte Liebe zu Ulrica von Levetzow in Marienbad. Die Texte beleuchten, wie die tschechische Landschaft Goethes Werk (z. B. die Marienbad-Elegie) und seine naturwissenschaftlichen Studien, insbesondere in den Bereichen Geologie und Mineralogie, beeinflusste. Deutsch

BUQUOY, Margarete: Begegnung in Böhmen: Goethe, Buquoy, Tomaschek. 92 s. München 1987 

Das Buch ist eine wertvolle kulturhistorische Studie über die Begegnungen dreier bedeutender Persönlichkeiten im tschechischen Raum des frühen 19. Jahrhunderts. Johann Wolfgang von Goethe: Als zentrale Figur der europäischen Kultur und regelmäßiger Gast tschechischer Kurorte. Jiří František August Buquoy: Besitzer der Güter Červený Hrádek und Nové Hrady, ein bedeutender Universalgelehrter, Erfinder (Hyalithglas) und Naturforscher, mit dem Goethe sich wiederholt zu Fachgesprächen traf. Václav Jan Křtitel Tomášek (Wenzel Johann Tomaschek): Ein führender tschechischer Komponist und Pianist, der zahlreiche Gedichte Goethes vertonte und den Goethe persönlich in Cheb und Mariánské Lázně traf. Die Autorin (selbst eine Nachfahrin der Familie Buquoy) zeichnet die gegenseitigen intellektuellen und persönlichen Beziehungen dieser Männer nach. Das Buch konzentriert sich auf ihre Begegnungen in den Jahren 1818–1823. Deutsch 


ČESAL, Aleš: Za skrytou krásou Chebska. 224 s. Praha 2020.

Ein ungewöhnlicher Reiseführer zu einer der zauberhaftesten Gegenden Westböhmens. Die wichtigsten Merkmale dieser Publikation: Der Autor konzentriert sich nicht nur auf klassische Sehenswürdigkeiten, sondern auch auf mystische Orte, vergessene Winkel und die verborgene Geschichte der Region. Das Buch vereint Lokalgeschichte, Legenden und persönliche Eindrücke von Reisen durch die Cheb-Region. Česals Schreibstil ist leicht verständlich und macht Lust auf eine spontane Reise. Das Buch ist eine großartige Inspirationsquelle für Touristen, die die Cheb-Region jenseits der Kurorte erleben möchten. Es ist die ideale Ergänzung für Goethe-Interessierte, denn Cheb war sein Tor nach Böhmen und der Ort, an dem er seine wichtigsten Feldforschungen durchführte. Tschechisch


DITTERTOVÁ, Eva (ed.): Johann Wolfgang Goethe a Čechy / Johann Wolfgang Goethe und Böhmen. 64 s. Cheb 2004 

The catalogue for the exhibition of the same name Johann Wolfgang Goethe and Bohemia, compiled by Eva Dittertová and published by the Cheb Museum in 2004, is a bilingual (Czech-German) publication mapping the poet's footprints in the region. Here are the key points of this collection. The publication accompanied an extensive exhibition project of the Cheb Museum, which was created in cooperation with German partners. It focuses primarily on the Cheb region as Goethe's gateway to Bohemia. Czech-German



FEJFAR, Oldřich: Lázeňský host, geolog a výletník. Johann Wolfgang von Goethe v Čechách / Brunnengast, Geolog und Spaziergänger. Johann Wolfgang von Goethe in Böhmen. 189 s. Karlovy Vary 2025

Das Buch ist die visuell fesselndste Synthese von Goethes Aktivitäten in den tschechischen Ländern. Autor ist der führende tschechische Paläontologe und Wissenschaftshistoriker Oldřich Fejfar. Goethes dreifache Rolle: Der Titel beschreibt treffend die Struktur des Buches. Fejfar präsentiert Goethe als: Kurgast: Er dokumentiert das gesellschaftliche Leben in Karlsbad, Teplice und Marienbad. Geologe: Er erörtert detailliert Goethes Beitrag zur Erforschung der tschechischen Vulkane (Komorní hůrka) und seine Leidenschaft für das Sammeln von Mineralien. Wanderer: Er kartiert spezifische Routen, die der Dichter in Böhmen unternahm (z. B. Loket, den Quarzhügel von Aš). Tschechisch-Deutsch


FEJFAR, Oldřich: Poslední léta Johanna Wolfganga von Goetha v Čechách: Přátelství s hrabětem Kašparem Sternbergem a Josefem Sebastianem Grünerem. In Sborník Chebského muzea 1998, s. 50-89

Oldřich Fejfars Studie (Sammlung des Cheb Museums 1998) zeichnet die letzte Lebensphase Johann Wolfgang von Goethe nach, in der er sich intensiv geologischen und paläontologischen Forschungen in Westböhmen widmete, insbesondere am Komorní Hůrka. Die Publikation behandelt zudem ausführlich Goethes Freundschaft und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Graf Kašpar Šternberk und dem Egerer Ratsherrn Josef Sebastian Grüner.

Tschechisch


FIALA, Jan, Šimon:  Der Dichterfürst J. W. Goethe in Böhmen. 127 s. Praha 1999

 Das Buch „Der Dichterfürst J. W. Goethe in Böhmen“ (tschechische Ausgabe: „Kníže básníku J. W. Goethe v Čechách“) von Jan Šimon Fiala ergänzt die Literatur zu Goethes Beziehung zu den tschechischen Ländern, diesmal mit Schwerpunkt auf visueller Dokumentation. Ein wesentlicher Teil des Buches besteht aus Fotografien von Jan Šimon Fiala, die Orte festhalten, die mit Goethes Aufenthalt in Verbindung stehen. Der Autor reflektiert darüber, wie es dem deutschen Genie durch sein tiefes Mitgefühl für Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, gelang, „fremde Länder in Besitz zu nehmen“. German



FIALA, Jan, Šimon: Kníže básníků J. W. Goetha v Čechách. 127 s. Praha 1999

Das Buch widmet sich der tiefen Verbundenheit des deutschen Literaturgenies mit den tschechischen Ländern. Es zählt zum Genre der Sachliteratur. Der Autor dokumentiert darin Goethes Aufenthalte in Böhmen, vorwiegend in westböhmischen Kurorten (z. B. Karlsbad), anhand von Texten und eigenen Fotografien und untersucht, wie dieser „Fürst der Dichter“ sich emotional mit einem fremden Land identifizierte.Jan Šimon Fiala (1936–2004) Jan Šimon Fiala (1936–2004). Tschechisch



FIALOVÁ-FÜRSTEROVÁ, Ingeborg; CERALOVÁ, Lucie (eds.): Goethe in Olmütz. Beiträge der internationalen Konferenz, Olmütz 6.-8. 12. 1999. 187 stran. Olomouc 2000 

Der Sammelband ist das wissenschaftliche Ergebnis einer internationalen Konferenz, die im Dezember 1999 anlässlich des 250. Geburtstags Goethes stattfand. Das Buch konzentriert sich nicht nur auf Goethes kurzen Aufenthalt in Olomouc im Jahr 1790, sondern analysiert im weiteren Kontext die Rezeption seines Werkes in Mähren und Österreichisch-Schlesien. Der Sammelband ist eine grundlegende Quelle für die Erforschung der deutsch-böhmischen Literatur und der regionalen Literaturgeschichte. Deutsch


FRANK, Ernst: Goethe im Elbogener Ländchen. s. 156. Prag 1944

Frank beschreibt detailliert Goethes 17 Besuche in Lokt (Elbogen) und Umgebung. Er konzentriert sich dabei auf Goethes Aufenthalt im Hotel „Weißes Pferd“, die Begegnungen mit der Familie Levetzow und die Feier seines 74. Geburtstags. Das Buch ist wertvoll aufgrund seiner Schilderungen der örtlichen Gegebenheiten und der Zitate aus Goethes Tagebüchern, die sich auf diese Gegend beziehen. Der Autor war ein aktiver Unterstützer der sudetendeutschen Bewegung und der Bruder von Karl Hermann Frank. Sein Werk war stark vom Nationalsozialismus geprägt. Nach seiner Deportation lebte er in Westdeutschland, wo er sich innerhalb der sudetendeutschen Vereinigungen zu einem sehr produktiven Autor entwickelte. Anders als andere Autoren distanzierte sich Frank in der Nachkriegszeit nicht wesentlich von seinen früheren Positionen; in seinen Büchern (z. B. über seinen Bruder oder die Geschichte des Sudetenlandes) interpretierte er die Geschichte oft aus der Perspektive der Exilanten und verteidigte die deutsche Rolle in Böhmen. Obwohl die Veröffentlichung von 1944 von der damaligen Ideologie beeinflusst ist (Goethe als Symbol des deutschen Geistes im „Grenzland“), bleibt sie für Forscher eine wichtige Quelle für Fakten über den Loket-Kult um Goethe. Deutsch


FRANK, Ernst: Goethes böhmische Wanderungen. 158 s. Frankfurt am Main 1956

 

Das Buch zählt zu Ernst Franks bekanntesten und umfangreichsten Werken zu diesem Thema. Im Gegensatz zu der eng fokussierten Loket-Studie von 1944 stellt dieses Werk eine Synthese dar. Frank kartiert alle Orte, die Goethe in Böhmen besuchte – von Marienbad und Karlsbad bis Teplice und Prag. Er beschreibt Goethes Beziehungen zu Frauen (Ulrika von Levetzow), Wissenschaftlern und zur tschechischen Landschaft. Deutsch




FRIDRICH AUGUST; GOETHE, Johann, Wolfgang: Pflanzen und Gebirgsarten von Marienbad. 225 s. Praha 1837

Das Buch ist ein einzigartiges naturkundliches Werk, das Botanik und Geologie dieser Kurregion vereint. Es gilt nicht nur als historisches Dokument über die Natur des Marienbades, sondern auch als Zeugnis der wissenschaftlichen Interessen des berühmten Dichters Goethe, der die Region häufig besuchte. Die Originalausgabe von 1837 enthält zudem fünf lithografische Beilagen. Deutsch




GOETHE, Johann Wolfgang von: Beschreibung der karlsbader müllerischen Steinsammlung: zur Kenntniß der böhmischen Gebirge. 36 s. Karlsbad 1852

„Beschreibung der karlsbader müllerischen Steinsammlung: Zur Kenntniß der böhmischen Gebirge“ ist ein Werk von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1807, das die mineralogische Sammlung des böhmischen Bergmanns Joseph Müller beschreibt. Dieses Buch wurde ebenfalls unter dem Titel Sammlung zur Kenntniß der Gebirge von Karlsbad und dessen Umgegend“ veröffentlicht und beschreibt Gesteinsproben zum besseren Verständnis der böhmischen Gebirge.Goethe analysiert im Text detailliert die von dem Karlsbader Steinschneider und Schleifer Joseph Müller (1727–1817) zusammengestellte Mineralien- und Gesteinssammlung. Diese Sammlung diente als systematischer Überblick über die geologische Zusammensetzung der Karlsbader Region und der umliegenden Gebirge.


GOETHE, Johann, Wolfgang: Elegie. Most 1998

Eine bibliophile Ausgabe von Goethes Elegien, in denen der alternde Dichter seine Gefühle für die junge Ulrica von Levetzow bekennt.Das 1998 im Hněvín-Verlag in Most erschienene Buch „Elegien“ ist ein einzigartiges bibliophiles Werk, das einem der berühmtesten Gedichte der Weltliteratur gewidmet ist: der Marienbader Elegie. Dieses Gedicht aus dem Jahr 1823 gilt als Höhepunkt von Goethes Liebeslyrik. Der siebzigjährige Dichter schrieb es in einer Kutsche auf seiner Heimreise von Böhmen nach Weimar, nachdem ihn die junge Ulrica von Levetzow in Marienbad zurückgewiesen hatte. Die Veröffentlichung in Most erfolgte bewusst, da Ulrica von Levetzow ihren Lebensabend auf dem nahegelegenen Schloss Třebívlice verbrachte. Das Buch verbindet das literarische Werk somit symbolisch mit der Region, in der Goethes letzte Liebe sein Leben beendete. Diese Ausgabe verwendet die klassische Übersetzung von Emanuel Frynta, eine der einfühlsamsten tschechischen Interpretationen von Goethes Text. Tschechisch-Deutsch.

GOETHE UND KARLSBAD. 121 s. Karlsbad 1932

Das 1932 in Karlsbad erschienene Buch ist ein Gedenkwerk zum 100. Todestag Johann Wolfgang von Goethes (22. März 1932). Es wurde vom Rat der Stadt Karlsbad als Hommage an seinen berühmtesten Kurgast herausgegeben. Die Sammlung enthält Texte verschiedener Autoren, die Goethes 13 Aufenthalte in Karlsbad zwischen 1785 und 1823 würdigen und dokumentieren. Sie wird von zahlreichen, oft farbigen Illustrationen begleitet, die auf den Originalen des damaligen Karlsbader Stadtmuseums basieren.


GOETHŮV sborník. Památce 100. výročí básníkovy smrti vydali čeští germanisté. 386 s. Praha 1932

Das Buch zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen tschechischer Germanistik der Zwischenkriegszeit und der kulturellen Verehrung Johann Wolfgang von Goethes. Ein hochkarätiges Komitee tschechischer Germanisten und Literaturwissenschaftler, darunter Otokar Fischer, Josef Janko, Vojtěch Jirát, Arnošt Kraus, Jan Krejčí, Arne Novák und Hugo Siebenschein, wirkte an der Herausgabe mit. Die Sammlung präsentiert eine repräsentative Auswahl an Aufsätzen und wissenschaftlichen Studien, die Goethes Beziehung zu den Tschechen und seinen Einfluss auf die tschechische Kultur und Wissenschaft beleuchten. Zu den wertvollsten Beiträgen gehört der Artikel von T. G. Masaryk mit dem Titel „Meine Beziehung zu Goethe“. Weitere Studien befassen sich mit Goethe als Botaniker, seinem Verhältnis zum französischen Drama (Molière) oder einer Analyse des Schlüsselwerks Faust. Die Publikation war Teil der umfassenden Feierlichkeiten im Jahr 1932, als ganz Europa des hundertsten Todestages des Dichters gedachte. Mit diesem Werk zeigten tschechoslowakische Gelehrte, dass Goethe nicht nur als deutscher Nationaldichter, sondern als universeller europäischer Humanist mit tiefen Wurzeln im tschechischen Umfeld wahrgenommen wird.


GRÜNER, Josef, Sebastian: Beiträge zur Geschichte der königl. Stadt Eger und des Eger'schen Gebiets. Prag 1843

Das 1843 in Prag erschienene Buch „Beiträge zur Geschichte der königlichen Stadt Eger und des Eger’schen Gebiets“ ist ein grundlegendes Werk der Regionalgeschichte und der Geschichte der Region Cheb. Verfasst wurde es von Joseph Sebastian Grüner (1780–1864), einem Stadtrat, Juristen und Universalgelehrten aus Cheb, der vor allem als enger Freund und Reiseführer Johann Wolfgang von Goethe durch Westböhmen bekannt war. Das Buch zeichnet die Geschichte der Stadt Cheb und der umliegenden Region von ihren Anfängen bis in die Gegenwart des Autors nach. Darin behandelt Grüner beispielsweise die Urkunde König Rudolfs von Habsburg aus dem Jahr 1282, Analysen historischer Ehescheidungen und das königliche Tabakpatent.


Grüner, Joseph Sebastian: Gebräuche der Egerländer : 1825 für J. W. von Goethe niedergeschrieben : Mit 8 farbigen Bildtafeln / Sebastian Grüner ; hrsg. Alois John. Oberlohma : Geschichte und Volkskunde eines egerländer Dorfes : Mit 3 Phototypien, 3 Plänen und 1 Kartenskizze / Alois John. Prag 1901

Dieser Band aus dem Jahr 1901 stellt eine einzigartige Zusammenarbeit zweier bedeutender Regionalforscher dar. Der erste Teil enthält einen ethnografischen Text von Joseph Sebastian Grüner, der 1825 auf Anregung von J. W. Goethe entstand. Während seiner Aufenthalte in Cheb interessierte sich der Dichter sehr für die lokale Folklore und bat Grüner, eine detaillierte Übersicht über die Volksbräuche zu verfassen. Das Buch wurde von Alois John, einer Schlüsselfigur der Cheber Ortsgeschichte und Gründer der Zeitschrift „Unser Egerland“, für die Veröffentlichung vorbereitet. Inhalt von Grüners Teil: Detaillierte Beschreibung traditioneller Bräuche, Hochzeitsrituale und des Alltagslebens in der Region Cheb in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ergänzt durch acht Farbtafeln (oft mit Abbildungen von Trachten). Inhalt von Johns Teil: Monografie des Dorfes Horní Lomany (Oberlohm), die historische und ethnografische Einblicke in das Leben eines Dorfes in der Nähe von Františkovy Lázně bietet. Deutsch

HANDRICK, Willy: Ausstelung Goethe in Böhmen. 53 s. Weimar 1964

Der Katalog zur Ausstellung, die 1964 vom Nationalen Forschungs- und Gedenkzentrum für Klassische Deutsche Literatur in Weimar organisiert wurde, stammt vom Kunsthistoriker Willy Handrick. Er dokumentiert Goethes Reisen nach Böhmen (insbesondere nach Karlsbad, Marienbad und Teplice) sowie seine Kontakte zur tschechischen Wissenschaft und Kultur (z. B. zu Sternberg und Purkyně). Die Ausstellung war eine der bedeutendsten kulturellen Kooperationsveranstaltungen zwischen der damaligen DDR und der Tschechoslowakei in den 1960er Jahren, und Willy Handrick widmet sich seit Langem Goethes Beziehung zur bildenden Kunst und zur Tschechischen Republik. Deutsch


HANDRICK, Willy: Goethe a Čechy. 58 s., obrazové přílohy. Praha 1964

Die Publikation „Goethe und Böhmen“ (ursprünglich „Goethe in Böhmen“) von Willy Handrick erschien 1964 anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, die in Prag in Zusammenarbeit mit Weimarer Institutionen stattfand. Handrick beschreibt darin Goethes Beziehung zu den böhmischen Ländern, die nicht nur Kurort, sondern auch ein bedeutendes Zentrum für Wissenschaft und Kunst waren. Er hebt Goethes Interesse an der tschechischen Mineralogie und Botanik sowie seine Freundschaft mit führenden Gelehrten wie Kašpar Šternberk hervor. Der Bildteil enthält Reproduktionen zeitgenössischer Veduten, Porträts von Goethes tschechischen Freunden und eigene Zeichnungen des Dichters von seinen Reisen durch Böhmen. Das Buch gilt bis heute in Fachpublikationen als Standardwerk zur Ikonografie und Dokumentation von Goethes Werk in Tschechien. Deutsch


HAUBELT, Josef: Kašpar M. Šternberk, přírodovědec a geolog. 85 s. Praha 1988

Das Buch beleuchtet den wissenschaftlichen Beitrag des Grafen Kašpar Maria Šternberk, des Begründers der modernen Paläobotanik und einer Schlüsselfigur bei der Gründung des Nationalmuseums. Haubelt erörtert ausführlich Šternberks bahnbrechendes Werk „Versuch einer geognostisch-botanischen Darstellung der Flora der Vorwelt“ und seinen Beitrag zur Organisation des wissenschaftlichen Lebens in Böhmen. Der Autor reflektiert zudem die tiefe intellektuelle Freundschaft zwischen Šternberk und Johann Wolfgang von Goethe, die auf einem gemeinsamen Interesse an Geologie und Botanik beruhte. Tschechisch




HLAWACZEK, Eduard: Goethe in Karlsbad. 130 s.  Karlsbad 1883

Das Buch „Goethe in Karlsbad“, 1883 anlässlich des 100. Jahrestages von Goethes erstem Besuch in Karlsbad erschienen, stammt von dem Karlsbader Kurarzt und Chronisten Eduard Hłałaczek (1808–1879). Dr. Eduard Hłałaczek war ein angesehener Arzt und Autor eines populären Reiseführers zu Karlsbad („Karlsbad in medizinischer, sanitarer und segiliger Beziehung“). Das Buch dokumentiert detailliert alle 13 Aufenthalte Goethes in Karlsbad. Der Autor stützt sich auf zeitgenössische Quellen, Briefe und persönliche Berichte von Augenzeugen, um den Tagesablauf des Dichters, seine Kuraufenthalte und seine sozialen Kontakte nachzuzeichnen. Hłałaczek betont in seinem Werk, dass Karlsbad für Goethe nicht nur ein Ort der Heilung, sondern vor allem ein Raum für naturwissenschaftliche Studien (Geologie und Mineralogie) und literarisches Schaffen war. Deutsch


HOFFMANNOVÁ, Eva: Ulrika Levetzowová. 109 s. Božkov 1990

Das Buch ist ein biografisches Porträt von J. W. Goethes letzter großer Liebe. Die Autorin konzentriert sich auf das Schicksal von Ulrika von Levetzow, von ihrer schicksalhaften Begegnung mit dem alten Dichter in Mariánské Lázně bis zu ihrem langen Leben zurückgezogen auf Schloss Třebívlice. Das Buch ist in einem gut lesbaren, sachlichen Stil verfasst, der mit einigen romantischen Mythen aufräumt und Ulrika als gebildete und unabhängige Frau darstellt, die nie heiratete und sich der Wohltätigkeit widmete. Tschechisch



HOSTIČKA, Miloš: Komorní hůrka. Chráněný přírodní útvar. 10 s. Praha 1970

Die Broschüre erschien 1970 als methodisches und informatives Material für das Staatliche Institut für Denkmalpflege und Naturschutz in Prag. Der Autor behandelt die geologische und historische Bedeutung der Komorní Hůrka, des jüngsten Vulkans Böhmens. Die Publikation hebt die Rolle von J. W. Goeth hervor, der den Bau eines Forschungstunnels initiierte, um den damaligen wissenschaftlichen Streit zwischen Neptunisten und Plutonisten über die Entstehung des Basalts beizulegen. Der Text diente als Leitfaden für den Schutz dieses einzigartigen Ortes, der 1951 zum nationalen Naturdenkmal erklärt wurde. Tschechisch



JOHN, Alois: Die Schrift "Vom Aberglauben" von Karl Huss. s. 95. Prag 1910

Das 1910 in Prag von Alois John herausgegebene Buch „Die Schrift ‚Vom Aberglauben‘ von Karl Huss“ ist ein einzigartiges ethnografisches Dokument aus der Cheb-Region. Der Autor war Karl Huss (1761–1838), der letzte Henker der Cheb-Region, Sammler von Kuriositäten und bedeutender Chronist. Herausgeber war Alois John, Cheb-Archivar, Schriftsteller und Gründer des Vereins für Egerländische Volkskunde. John stellte das Buch anhand des Manuskripts von Karl Huss zusammen, das in der Bibliothek von Fürst Metternich auf Schloss Kynžvart aufbewahrt wurde. Das Werk behandelt Volksglauben, Bräuche und Magie in der Cheb-Region um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Als Henker hatte Karl Huss Zugang zu den Randgruppen der Gesellschaft und detaillierte Kenntnisse über magische Praktiken an Hinrichtungsstätten (z. B. die Heilkraft des Blutes der Hingerichteten oder von Teilen ihrer Körper)


JOHN, Alois: Egerländer Heimatsbuch. 271 s. Eger 1907

Das Buch ist ein Schlüsselwerk zur Regionalgeschichte dieser Gegend. Es ist eine Sammlung von Johns Studien über die Cheb-Region. Darin fasst er seine langjährige Forschung zu folgenden Themen zusammen: Beschreibungen von Trachten, Bräuchen, Dialekten und mündlicher Überlieferung; die Siedlungsentwicklung und die historischen Veränderungen der Cheb-Region; Medaillons wichtiger Persönlichkeiten mit Bezug zur Region (z. B. zu Goethe und seiner Beziehung zur Cheb-Region). Inhalt: Goethestätten in Egerlande: Der Goethestein im Egerlande; Der Kammerbühl und das Goethedenkmal; Der Sebastian-Grüner-Tafel in Eger



JOHN, Alois: Goethe-Festschrift der Kurstadt Franzensbad. Aus Anlass der feier des 100. Todestages J. W. Goethes. 77 stran. Franzensbad 1932

Ein Festbuch, das 1932 anlässlich des 100. Todestages von Johann Wolfgang Goethe entstand. Darin beschreibt Alois John Goethes Aufenthalte, sein Interesse an der lokalen Mineralogie und seine Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten im Kurort. Das Werk diente nicht nur der Würdigung des Dichters, sondern auch der Förderung der kulturellen Bedeutung von Františkovy Lázně im deutschsprachigen Raum der damaligen Tschechoslowakei. Das Buch ist heute eine wertvolle Quelle für Forscher, die sich mit dem Goethe-Kult in Böhmen und der Kurgeschichte befassen.



KAMARÁD, Ladislav: Komorní hůrka u Chebu. Proslavená česká sopka. 12 s. Praha 1959

Die Publikation „Komorní hůrka u Chebu – Proslavná česká sopka“ (Der Kammerberg bei Cheb – Ein berühmter tschechischer Vulkan) wurde 1959 vom Staatlichen Institut für Denkmalpflege und Naturschutz herausgegeben. Trotz ihres geringen Umfangs (12 Seiten inklusive einer deutschen Zusammenfassung) ist sie eine fundierte und informationsreiche Studie, ergänzt durch interessante Bildanhänge und Zeichnungen.Ladislav Kamarád (*1906), Regionalforscher, Geologe und Historiker. Verwechseln Sie ihn nicht mit dem gleichnamigen zeitgenössischen tschechischen Landschaftsfotografen Ladislav Kamarád (*1963).


KARELL, Victor: Goethe als karlsbader Kurgast. 65 s. Karlsbad - Leipzig 1939

Das Buch des Historikers Victor Karell zählt zu den meistzitierten Werken über Goethes Aufenthalte in Westböhmen. Victor Karell (1898–1979), geboren in Doupov, war ein bedeutender sudetendeutscher Literaturhistoriker und Archivar. In seinem Buch konzentriert er sich auf Goethes insgesamt 13 Besuche in Karlsbad zwischen 1785 und 1823. Der Autor zitiert Goethes berühmte Aussage, Karlsbad sei einer der drei Orte (neben Weimar und Rom), an denen er leben wolle. Das Buch beschreibt detailliert Goethes Unterkünfte (z. B. im Gasthaus „Die drei Mohren“ oder im Gasthaus „Zum Weißen Kaninchen“) und seine Begegnungen mit der damaligen Elite. Anders als bloße Reiseführer bietet Karell eine wissenschaftliche Perspektive darauf, wie das Umfeld Karlsbads Goethes Werk beeinflusste (z. B. die Arbeit am Roman „Gebunden durch Wahl“ oder an den „Elegien aus Marienbad“).


KOCH, Richard: Der Zauber der Heilquellen. Eine Studie über Goethe als Badegast. 74 s. Stuttgart 1933

Das 1933 erschienene Buch bietet eine medizinhistorische Perspektive auf Goethes Kuraufenthalte. Richard Koch (1882–1949), deutscher Arzt und Medizinhistoriker, untersucht im Gegensatz zu rein nationalistischen Werken (z. B. von Alois John oder Victor Karell) das Phänomen der Kurorte und deren Einfluss auf Goethes Gesundheit und Psyche. Als Arzt analysiert er die „Magie“ der Quellen und ihre therapeutische Wirkung, die Goethe so sehr schätzte. Die Studie beleuchtet Goethes Disziplin bei der Einhaltung der Kurregeln und seinen Glauben an die Heilkraft der Natur.



KRAUS, Arnošt, Vilém: Goethe a Čechy. 220 s. Praha 1896

Das Werk von Arnošt Vilém Kraus (1859–1943) bildet das Fundament der tschechisch-deutschen und vergleichenden Studien. Seine Monografie „Goethe und Böhmen“ von 1896 ist nicht bloß ein trockener wissenschaftlicher Text, sondern eine tiefgründige Untersuchung der Beziehung eines der größten europäischen Intellektuellen zu Tschechien. Kraus analysiert detailliert Goethes Aufenthalte im westböhmischen Kurortdreieck. Goethe verbrachte mehrere Jahre seines Lebens in Böhmen. Das Buch behandelt nicht nur die Literatur, sondern auch Goethes Interesse an der tschechischen Geologie und Mineralogie (in Zusammenarbeit mit Kašpar Šternberk). Kraus zeigt Goethe als eine Persönlichkeit, die über den nationalen Auseinandersetzungen ihrer Zeit stand. Für Kraus war Goethe ein Symbol des Europäismus. Es handelt sich offenbar um die erste Monografie, die Goethes Beziehung zu Böhmen systematisch darstellt.


KRISTL, Peter, Erhard: Das Goethe-Jahr  1982 in Böhmen. 17 s. plus obrazové přílohy. Schwarzenbruck 1983

Im Jahr 1982 beschreibt der Autor, wie die Goethe-Tradition in Böhmen fast ein Jahrhundert später, selbst in einer Zeit des tiefgreifenden Totalitarismus, bewahrt (oder geehrt) wurde. Anlässlich des 150. Todestages des Dichters wurde das Jahr 1982 zum Goethe-Jahr erklärt. Kristl konzentriert sich dabei folgerichtig auf Orte, die mit Goethe in Verbindung stehen.



KVAČEK, Jiří; PÁTOVÁ, Jiřina: Kašpar M. hrabě Sternberg, přírodovědec a zakladatel Národního muzea. 104 s. Praha 1998

Die Publikation zeichnet Leben und Werk von Kašpar Marius von Šternberk (1761–1838) nach, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der europäischen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts, Begründer der Paläobotanik und maßgeblicher Initiator der Gründung des Patriotischen (heute Nationalen) Museums. Sie enthält Fachtexte zu seinen wissenschaftlichen Beiträgen in Botanik und Geologie, seiner Sammeltätigkeit und seiner Freundschaft mit Johann Wolfgang von Goethe.


LEJSKOVÁ-MATYÁŠOVÁ, Milada: Teplice v době klasicismu, 155 stran. Teplice 1983

Das Buch „Teplice im Zeitalter des Klassizismus“ der Kunsthistorikerin Milada Lejsková-Matyášová ist eine fachkundige Studie, die die architektonische und kulturell-soziale Entwicklung von Teplice in seiner Blütezeit nachzeichnet. Im Mittelpunkt steht die Periode vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, als Teplice zu einem der bedeutendsten Kurorte Europas aufstieg und den Beinamen „Salon Europas“ trug. Die Publikation beschreibt detailliert die Transformation der Stadt im Geiste des Klassizismus und des Empires, einschließlich des Baus von Kurhäusern, öffentlichen Gebäuden und aristokratischen Residenzen. Die Studie erfasst die Geschichte und die Merkmale des Kurortes als Zentrum politischer und kultureller Ereignisse, in dem sich die europäische Elite der damaligen Zeit traf. Tschechisch


MAJER, Jiří: Kašpar Šternberk. 227 s. Praha 1997

Die Monografie ist der Versuch, Leben und Werk von Kašpar Šternberk, einer der führenden Persönlichkeiten der tschechischen und europäischen Wissenschaft und Gründer des Nationalmuseums in Prag, zu interpretieren. Sie erfasst detailliert alle Stationen von Šternberks vielseitiger Tätigkeit – seine Arbeit in den Naturwissenschaften, vorwiegend in den Bereichen Botanik, Paläobotanik und Geologie, aber auch sein umfangreiches Engagement in der Organisation wissenschaftlicher Aktivitäten und des gesellschaftlichen Lebens. Tschechisch

Jiří Majer (1922–2008)


MAJER, Jiří: Kašpar Šternberk a jeho doba. 83 s. Příbram 1988

Eine kurze biografische Studie über eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der tschechischen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts. Der Autor, Dr. Jiří Majer, CSc. (1922–2008), war ein angesehener Berghistoriker und langjähriger Mitarbeiter des Nationalen Technischen Museums. Er zeichnet Šternberks Beitrag zur Botanik, Geologie und insbesondere zur Paläobotanik nach, in der Šternberk als einer der Begründer gilt. Die Studie beschränkt sich nicht auf biografische Daten, sondern ordnet den Adligen in den breiteren Kontext der damaligen Gesellschaft, wissenschaftlicher Netzwerke (einschließlich seiner Freundschaft mit J. W. Goethe) und der Bemühungen um die Förderung der tschechischen Wissenschaft und Kultur ein.


MAŇÁK, Vratislav: Goethe v Mariánských Lázních (Récit pro Thomase Manna). Ilustrace Jitka Petrášová. 61 s. Praha - Jihlava 2024

Es handelt sich um einen schmalen, literarischen Text an der Grenze zwischen Fiktion und Essay. Der Text mit dem Untertitel „Récit“ (ein traditionelles französisches Genre konzentrierter Erzählung) erkundet das Thema Altern, Sehnsucht und die Faszination für die Jugend. Darin zieht der Autor Parallelen zwischen zwei Kulturikonen und ihren Liebesgeschichten. Johann Wolfgang von Goethe: In Mariánské Lázně verliebte er sich im Alter von achtzig Jahren in die junge Ulrika von Levetzow. Gustav von Aschenbach: Die Hauptfigur in Thomas Manns Novelle „Tod in Venedig“, der in eine obsessive Bewunderung für den Jungen Tadzio verfällt. In dem Buch untersucht Maňák, ob diese späte Liebe zu deutlich jüngeren Menschen ein echtes Gefühl ist oder nur ein verzweifelter Versuch, die eigene flüchtige Jugend einzufangen. Das Buch wird von Illustrationen von Jitka Petrášová begleitet. Tschechisch. Vratislav Maňák (*1988)

MÜCK, Hans-Dieter; MAŠEK, Petr; ANTONÍN, Luboš: Im böhmischen Zauberkreise. Goethes Reisen in die böhmischen Bäder 1785-1823. 60 s. Bad Sulza 2002

Das Buch ist ein prägnanter, aber inhaltsreicher Führer zu den Spuren Johann Wolfgang Goethes in den westböhmischen Kurorten. Die Publikation entstand in Zusammenarbeit des deutschen Kunsthistorikers Hans-Dieter Mück und der führenden tschechischen Experten für Buchkultur und Schlossbibliotheken, Petr Mašek und Luboš Antonín (beide am Nationalmuseum). Das Buch dokumentiert Goethes Reisen in das „westböhmische Kurortdreieck“ (Karlovy Vary, Mariánské Lázně, Františkovy Lázně) in den Jahren 1785–1823. Goethe besuchte diese Orte insgesamt siebzehn Mal. Der Text beschränkt sich nicht auf nüchterne Fakten, sondern vermittelt die Atmosphäre jener Zeit. Er erwähnt Goethes Interesse an der Geologie, Mineralogie und Botanik der Region sowie seine sozialen Kontakte und die literarische Inspiration, die er dort fand (z. B. für die Mariánské Lázně-Elegie).


NĚMEC, Václav; AGLER, Zdeněk: Goethe a Sokolovsko. 69 s. Sokolov 1959

Die Publikation widmet sich der Beziehung des deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe zur Region Sokolow, die er auf seinen Reisen durch Böhmen besuchte. Das Buch verzeichnet die Orte in der Region Sokolow, die mit Goethes Aufenthalt und Wirken in Verbindung stehen. Ein bedeutender Teil des Textes ist dem aus der Region Sokolow stammenden Volksdichter Anton Fürnstein (1783–1841) gewidmet, dessen Werk Goethe sehr interessierte.



Palacký, František: Leben des Grafen Kaspar von Sternberg. 242 s.  Montreal 2025

Nachdruck von Palackýs Ausgabe von Šternberks Biographie. Das Buch „Leben des Grafen Kaspar von Sternberg“ ist ein biografisches Werk, das einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der tschechischen Wissenschaft und dem Gründer des Nationalmuseums, Kašpar Maria, Graf von Sternberg, gewidmet ist. Die Originalausgabe aus dem Jahr 1868 wurde vom Historiker František Palacký für den Druck vorbereitet, der Šternberks eigenen Memoiren ein einleitendes Wort und einen wissenschaftlichen Vortrag über das Leben und Werk der Brüder Kašpar und František Šternberk hinzufügte. František Palacký (1798-1876); Kašpar Sternberk (1761-1838). Deutsch


Palacký, František: Leben des Grafen Kaspar von Sternberg. 254 s. Prag 1868. Německy

Das 1868 erschienene Buch „Leben des Grafen Kaspar von Sternberg“ ist eine grundlegende biographische und historische Quelle, die František Palacký anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung des Nationalmuseums zusammenstellte. Der Hauptteil besteht aus den biographischen Aufzeichnungen Kašpar Maria Šternberks. František Palacký bearbeitete das Werk, ergänzte es mit einer ausführlichen Einleitung und fügte den Text seines Festvortrags über die Brüder Šternberk hinzu, den er vor der Königlich Tschechischen Gesellschaft der Wissenschaften hielt. Es beschreibt detailliert Šternberks Werdegang von der kirchlichen Laufbahn in Regensburg hin zur Botanik und Paläontologie (er gilt als Begründer der Paläobotanik). Es schildert die Bemühungen um die Gründung des ersten tschechischen Nationalmuseums im Jahr 1818 und enthält wertvolle Beobachtungen zu Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe und Alexander von Humboldt.


PALLIARDI, Anton Alois: Der Kammerbühl, ein Vulkan bei Kaiser Franzensbad. 47 s. Eger 1848

Das Buch „Der Kammerbühl, ein Vulkan bei Kaiser Franzensbad“ ist eine wissenschaftliche Abhandlung von Anton Alois Palliardi, einem Arzt und Naturforscher aus Cheb und Franzensbad. Das Werk widmet sich der geologischen Beschreibung des Kammerbühl, des jüngsten Vulkans Böhmens. Palliardi fasst darin den damaligen Wissensstand über die vulkanische Aktivität in der Cheberregion zusammen, ein Thema, das zuvor bereits von Johann Wolfgang von Goethe und Kašpar Šternberk intensiv behandelt worden war. Palliardi war nicht nur Arzt, sondern auch ein bedeutender Ornithologe und Arachnologe, und dieses Buch belegt sein tiefes Interesse an den Naturwissenschaften im Allgemeinen. Es diente auch als Reiseführer für die Kurgäste in Franzensbad, die den Vulkan häufig als touristisches Ziel besuchten. 


PIES, Eike: Goethe auf Reisen. Begegnung mit Landschaften und Zeitgenssen mit über 250 \stichen aus der Goethe-Zeit. 120 s.  Wuppertal ?

Ein reich illustrierter Band, der die Reisen Johann Wolfgang von Goethes dokumentiert. Der Band besticht durch seine außergewöhnliche visuelle Gestaltung. Das Buch führt den Leser an die Orte, die Goethe besuchte (insbesondere seine Reisen durch Deutschland, die Schweiz und Italien), und stellt ihm die Persönlichkeiten vor, denen er begegnete. Der Text von Dr. Eike Pies, einem bedeutenden deutschen Historiker und Genealogen, ergänzt die Bilder mit Fakten und Zitaten aus Goethes Tagebüchern und Briefen.Eike Pies (*1942)

Eike Pies (*1942)


PELLETER, Michael: Denkwürdikeiten der Stadt Falkenau an der Eger. 181 s. Tachau 1882 

Das Buch ist ein bedeutendes historisches Werk, das die Geschichte des heutigen Sokolov und seiner Umgebung nachzeichnet. Der Autor erklärt im Untertitel, es sei ein „Beitrag zur Geschichte der Deutschen in Böhmen“. Das Buch beschreibt detailliert nicht nur Falknov (Sokolov) selbst, sondern auch seine unmittelbare Umgebung. Es dient als wichtige Quelle für die Erforschung der älteren Geschichte, der Stadtverwaltung und der Entwicklung des Ortes vor der Industrialisierung des späten 19. Jahrhunderts. Michael Pelleter (1817–1882) war ein Regionalhistoriker und Schriftsteller, der sich vor allem der Geschichte Westböhmens widmete. Sein Werk über Falknov gilt als eine der ersten umfassenden modernen Monografien zur Ortsgeschichte dieser Stadt.

 

Pernica, Leoš: Mariánské Lázně město Goethovy Elegie. 50 s. Mariánské Lázně 1967

Das Werk widmet sich vor allem den Umständen der Entstehung von Goethes berühmter „Marienbader Elegie“, die er 1823 verfasste. Es schildert Goethes Aufenthalte in Mariánské Lázně in den Jahren 1820–1823. Beschrieben wird die unerwiderte Liebe des 74-jährigen Dichters zu einer 19-jährigen Adligen, die den entscheidenden Anstoß zur Elegie gab. Das Buch vermittelt ein lebendiges Bild der damaligen Zeit in dem jungen Kurort, den Goethe sehr schätzte und zu dessen Ruhm er beitrug. Es dient als beliebter Literaturführer zur Geschichte der Stadt und ist bei Besuchern, die sich für Orte im Zusammenhang mit Goethes Aufenthalt interessieren, sehr gefragt.


PLEYER, Wilhelm; TETZNER, Johanna: Goethe in Teplitz 1810, 1812, 1813. 50 s. Teplitz- Schönau 1932

Das Buch ist eine literaturhistorische Studie, die anlässlich des 100. Todestages von Johann Wolfgang Goethe erschienen ist. Es beschreibt detailliert Goethes Aufenthalte in Teplice (Teplitz-Schönau), einem seiner beliebtesten Kurorte. Im Mittelpunkt stehen die drei Schlüsseljahre seines Teplice-Besuchs und die dort erlebten prägenden Ereignisse. Wilhelm Pleyer (ein bedeutender sudetendeutscher Schriftsteller) und Johanna Tetzner.




POKORNÁ, Libuše (ed.): Třebívlicko a osudová láska J. W. Goetha a Ulriky von Levetzow. 127 s. Třebívlicko 99. Třebívlice 1999

Das Buch ist eine thematische Sammlung, die 1999 von der Gemeinde Třebívlice unter der redaktionellen Leitung von Dr. Libuše Pokorná herausgegeben wurde. Die Publikation erschien anlässlich des 250. Geburtstags von Johann Wolfgang von Goethe und des 100. Todestages von Ulrika von Levetzow im Rahmen der Veranstaltung „Třebívlice 99“. Das Buch dient als umfassender Leitfaden zur Geschichte der Gemeinde Třebívlice und ihrer engen Verbindung zu Ulrika von Levetzow, Goethes letzter Liebe, die den Großteil ihres Lebens hier verbrachte und auch hier begraben liegt. Zu den Hauptthemen gehören: die Entwicklung der Gemeinde und des Guts, einschließlich einer Beschreibung des Schlosses und der lokalen Wirtschaft; ein detaillierter Einblick in ihre Begegnung in Mariánské Lázně und Ulrikas anschließendes zurückgezogenes Leben auf Schloss Třebívlice. Informationen über das Ulrika von Levetzow Museum in Třebívlice, das ihre persönlichen Gegenstände und ihren Nachlass aufbewahrt.

PROFT, Ernst: Kammerbühl und Eisenbühl. Wien 1894

Das Buch ist ein geologisches Standardwerk, das den beiden jüngsten Vulkanen Tschechiens – Komorní hůrka und Železná hůrka – gewidmet ist. Ernst Proft fasst darin den damaligen Wissensstand über diese beiden Orte bei Cheb und Františkovy Lázně zusammen: Kammerbühl: Der Autor beschreibt detailliert die geologische Struktur des Vulkans, der bereits durch Johann Wolfgang von Goethe bekannt war. Das Buch spiegelt die Ergebnisse der Ausgrabung eines Erkundungsstollens wider, der den vulkanischen Ursprung des Hügels endgültig bestätigte. Eisenbühl (Železná hůrka): Es widmet sich der Beschreibung dieses weniger bekannten, aber geologisch ebenso bedeutenden Vulkans, der in unmittelbarer Nähe zur bayerischen Grenze liegt. Ernst Proft war ein anerkannter Experte für Vulkanismus in Westböhmen, und sein Werk wird noch heute in modernen Studien zum Geopark Egeria zitiert. Profts Arbeit trug dazu bei, die Bedeutung dieser Orte, die heute zu den nationalen Naturdenkmälern gehören, wissenschaftlich zu belegen.

PROKOP, Vladimír, ml.: 200 osobností Sokolovska. Od renesance po současnost. 135 s. Sokolov 1997

Ein Lexikon der Künstler, Schriftsteller, Historiker und anderer Geisteswissenschaftler von der Renaissance bis zur Gegenwart. Auf Seite 49 findet sich der Eintrag „Johann Wolfgang Goethe“, der Goethes Aufenthalte in der Region Sokolov widerspiegelt. Tschechisch.Vladimír Prokop Jr. (*1960)




PROKOP, Vladimír; SMOLA, Lukáš: Biografický lexikon sokolovského regionu. 366 stran. Sokolov 2009

Lexikon der Maler, Grafiker, Bildhauer, Architekten, Baumeister, Fotografen, Schriftsteller, Publizisten, Chronisten, Historiker, Lokalhistoriker, Archivare, Sprachwissenschaftler, Philosophen, Komponisten, Geologen und anderer Persönlichkeiten mit Bezug zur Region Sokolovský. Auf den Seiten 110–112 findet sich der Eintrag GOETHE Johann Wolfgang, der Goethes Besuche in der Region Sokolovský dokumentiert. Tschechisch.Vladimír Prokop jr. (*1960), Lukáš Smola (*1979)



PROKOP, Vladimír; SMILKOVÁ, Eva; SMOLA, Lukáš: Zapomenuté tváře. 108 s. Loket 2013

Katalog der Porträts aus den Sammlungen von Loket und zur Geschichte des Stadtmuseums Loket. Enthält hochwertige Reproduktionen der Gemälde Johann Wolfgang Goethe in Gesellschaft von Frau Levetzow und ihren Töchtern (Walter Ditz 1913); Johann Wolfgang von Goethe (Künstler unbekannt); Anton Fürnstein (Toni Schönecker 1941); Johann Wolfgang Goethe (Büste, Sandstein, Willy Russ 1932).



PRÖKL, Vincenz: Goethe in Eger - nach seinem Tagebuche und Mittheilungen von Augenzeugen. s. 26. Wien 1879

Es handelt sich um eine Arbeit des Cheb-Archivars Vinzenz Prökl aus dem Jahr 1879, die Goethes Aufenthalte in Cheb anhand seiner Tagebücher und Augenzeugenberichte dokumentiert. Die Publikation beschreibt Goethes Beziehung zu Westböhmen und sein Interesse an der dortigen Mineralogie. Sie erschien anlässlich der Enthüllung des Goethe-Denkmals in Cheb. Vinzenz Prökl war der Hauptinitiator der Errichtung dieses Denkmals. Die feierliche Enthüllung fand am 24. April 1879, dem silbernen Hochzeitstag des Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth, statt. Deutsch



PUCHTINGER, Franz: Goethe in Karlsbad. 191 s. Karlsbad und Leipzig 1922

 Das Buch ist ein bedeutendes biografisches und geographisches Werk, das die zahlreichen Aufenthalte des deutschen Literaten dokumentiert. Es beschreibt detailliert Goethes Besuche im „Paradies auf Erden“, wie er Karlsbad nannte, über fast vier Jahrzehnte (1785–1823). Puchtinger untersucht den Einfluss des Kurortes auf Goethes Werk, seine Gesundheit und sein Privatleben. Er beschreibt seine Begegnungen mit dem Adel, Künstlern und Intellektuellen der damaligen Zeit. Das Buch wird nicht nur wegen seines Inhalts, sondern auch wegen seines ästhetischen Wertes geschätzt und ist daher ein begehrtes Sammlerstück. Es enthält zwölf farbige Lithographien mit historischen Ansichten von Karlsbad.

REISER, Rudolf: Goethe in Bayern. 192 s. München 2003

Das 2001 erschienene Buch des Historikers und Journalisten Rudolf Reiser ist eine detaillierte Studie über Johann Wolfgang von Goethes Beziehung zu Bayern, die weitaus tiefer war, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Es zeichnet Goethes Reisen durch bayerisches Gebiet nach, die nicht nur Transitrouten nach Italien oder zu Kurorten in Böhmen waren, sondern Orte bedeutender Begegnungen und Erlebnisse. Die Publikation folgt Goethes Spuren in Städten wie München, Regensburg, Nürnberg, Augsburg sowie in der Region Oberbayern und den Ausläufern der Alpen. Der Autor stützt sich auf Tagebücher und Briefe, die Goethes Kontakte zu bayerischen Gelehrten, Künstlern und dem Adel dokumentieren. In deutscher Sprache. Rudolf Reiser (*1941)


REUSS, Franz, Ambrosius: Taschenbuch für die Badegäste von Tepliz. s 140. Tepliz 1823

Das Buch ist ein unverzichtbarer historischer und balneologischer Reiseführer zu Teplice in seiner Blütezeit. Es diente Kurgästen als praktisches Handbuch und verband wissenschaftliche Erkenntnisse über die Heilquellen mit einer Beschreibung der damaligen sozialen und geografischen Gegebenheiten. Das Werk trägt den Untertitel „Eine vollständige Beschreibung dieses Heilortes und seiner Umgebung aus topografischer, pittoresker, historischer, geognostischer und medizinischer Sicht“. Franz Ambrosius Reuss, ein bedeutender Arzt und Mineraloge, der in Teplice wirkte, analysiert darin detailliert die chemische Zusammensetzung und die Heilwirkung der Thermalquellen. Der Autor beschreibt die Stadt und ihre Umgebung (z. B. Šanov, Schloss Doubravka) und liefert so wertvolle Einblicke in das Aussehen von Teplice zu der Zeit, als es als „Klein-Paris“ galt. Als Taschenbuch enthielt es zudem Anleitungen für die Kurbehandlung, die Ernährung und die gesellschaftlichen Aktivitäten der damaligen Besucher. Franz Ambrosius Reuss (1761–1830) war Leibarzt der Fürsten Lobkowitz in Bílina und einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit auf dem Gebiet der Geologie und Balneologie in Nordböhmen. Seine Arbeiten über Teplice beeinflussten maßgeblich die Entwicklung des Kurortes und trugen zu dessen europaweitem Ruhm bei.


RIEDEL, Gerd-Reiner; KLAUSS, Jochen; FEILER, Hosrst: Der Neptunistenstreit. Goethes Suche nach Erkenntnis in Böhmenn. 160 s. Uckerland 2009

Das Buch präsentiert Johann Wolfgang von Goethe als passionierten Geologen und Naturforscher im Kontext seiner Reisen durch die böhmischen Länder. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Basaltstreit (oder „Neptunistenstreit“), eine zentrale wissenschaftliche Debatte des späten 18. Jahrhunderts über die Entstehung der Erde. Neptunisten (z. B. Abraham Gottlob Werner) glaubten, Gesteine entstünden durch Sedimentation im Meer, während Vulkanisten die Gesteinsbildung vulkanischer Aktivität zuschrieben. Die Autoren zeichnen Goethes Forschungen in Westböhmen nach, insbesondere in der Umgebung von Karlsbad und Marienbad, wo der Dichter geologische Formationen wie die Komorní hůrka erforschte. Diese Publikation ist vor allem deshalb wertvoll, weil sie Goethe nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als aktiven Teilnehmer wissenschaftlicher Diskussionen zeigt, dessen Interesse an Geologie und Urgesteinen (z. B. Granit) seine Naturwahrnehmung tiefgreifend prägte.


ROSENSTRAUCH, Hazel: Karl Huss, der empfindsame Henker. 175 s. Berlin 2012

Das Buch ist ein biografischer Essay über das Leben von Karl Huss, dem letzten Henker von Cheb, einem Gelehrten und Sammler von Kuriositäten. Huss war Autodidakt und studierte Botanik, Mineralogie und Numismatik. Nach der Abschaffung der Todesstrafe unter Joseph II. wurde er Verwalter der Sammlungen von Fürst Metternich auf Schloss Kynžvart. Er verfasste eine umfangreiche, vierbändige Chronik der Stadt Cheb sowie seine Autobiografie, die eine wichtige Quelle zum Verständnis seines Lebens darstellt. Das Buch beschreibt, wie Huss trotz der Gunst prominenter Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe mit den Vorurteilen und der Isolation rang, die mit seinem Beruf einhergingen. Hazel Rosenstrauchová (*1945)


SAUER, August (ed.): Goethes Briefwechsel, mit Joseph Sebastian Grüner und Joseph Stanislaus Zauper (1820-1832). s. 668. Prag 1917

Das Buch stellt ein Schlüsseldokument für die Erforschung von Goethes Verbindungen zu den böhmischen Ländern am Ende seines Lebens dar. Herausgeber des Bandes war der bedeutende Germanist August Sauer, die Einleitung verfasste Josef Nadler. Die Publikation enthält den Briefwechsel zwischen J. W. Goethe und zwei prominenten Persönlichkeiten Böhmens: dem Cheber Strafrat und Sammler von Volkstraditionen J. S. Grüner sowie dem Gymnasiallehrer J. S. Zauper. Joseph Sebastian Grüner: Dokumentiert Goethes tiefes Interesse an Westböhmen (Marianischer Kurort, Cheb), Mineralien und der Regionalgeschichte. Grüner war Goethes häufiger Führer und Informant. Joseph Stanislaus Zauper: Die Briefe offenbaren Goethes Ansichten zur Literaturtheorie und Ästhetik, da Zauper einer der ersten Interpreten und Förderer von Goethes Werk in Tschechien war. Das Buch ist eine wertvolle Quelle für die Wissenschafts-, Literatur- und tschechisch-deutsche Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

SAUER, Hedda: Goethe und Ulrike. 132 s. Reichenberg 1925

 Diese literaturhistorische Studie widmet sich der letzten Liebesbeziehung Johann Wolfgang von Goethes mit der jungen Ulrica von Levetzow. Heda Sauer (1875–1953), eine in Prag geborene deutsche Dichterin und Schriftstellerin, war die Ehefrau des Germanisten August Sauer. Sie gehörte dem deutschen Literaturkreis in Prag an und nahm aktiv am kulturellen Leben teil. Das Buch konzentriert sich auf Goethes Aufenthalte in westböhmischen Kurorten und seine Beziehung zu Ulrica, die in der Entstehung der berühmten Mariánské Lázeň Elegie gipfelte. Heda Sauers Werk ergänzt die editorische Arbeit ihres Mannes August Sauer, der auch Ulrica von Levetzows Goethe-Erinnerungen veröffentlichte. Während August Sauer sich auf die Quellenedition konzentrierte, legte Heda Sauer mehr Wert auf eine literarische und biografische Darstellung, die ein breiteres Publikum ansprach.


Schlesinger, Ludwig: Anton Fürnstein und seine Gedichte. In Mittheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen 18, Prag  1879-1880. s 108-146

 Diese Monografie widmet sich dem tragischen Schicksal und dem literarischen Werk des Volksdichters Anton Fürnstein, der zu seiner Zeit als „tschechischer Burns“ bekannt war. Ludwig Schlesinger (1838–1899): Ein bedeutender deutscher Historiker, der in Böhmen wirkte und Funktionär des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen war. Anton Fürnstein (1783–1841) war ein einfacher Mann aus Horní Jiřetín (Obergeorgenthal), der seit seiner Jugend gelähmt und bettlägerig war. Seine Verse erregten die Aufmerksamkeit von Johann Wolfgang von Goethe, der Fürnstein finanziell unterstützte und einige seiner Gedichte drucken ließ. Der Briefwechsel zwischen ihnen ist ein wichtiger Bestandteil der Goethe-Forschung in Böhmen. In dem Buch trug Schlesinger Fürnsteins Biografie, eine Analyse seines Werks (z. B. der Gedichte „Winter“, „Rudolph“ oder Verse für verschiedene Anlässe) und eine Dokumentation seiner Beziehung zu den literarischen Eliten der damaligen Zeit zusammen.


SCHOPF-BEIGE, Monika: Goethe in Böhmen. 30 s. Ludwigsburg 2010

 Dies ist ein kurzer, aber informativer Leitfaden. Die Publikation ist chronologisch aufgebaut und beschreibt Goethes Aufenthalte in den böhmischen Ländern. Der Text konzentriert sich auf Goethes siebzehn Besuche in den westböhmischen Kurorten Karlsbad, Marienbad, Franziskanerbad und Teplice zwischen 1785 und 1823. Die Autorin hebt Goethes Aussage hervor, er verdanke Karlsbad ein völlig anderes Leben. Monika Schopf-Beige ist Gründerin (1998) und langjähriges Mitglied der Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg. Ihr Werk über Goethe in Böhmen dient in erster Linie als übersichtlicher Leitfaden für alle, die sich für die Spuren des Dichters in der Region und seine Beziehung zur tschechischen Landschaft und Gesellschaft jener Zeit interessieren.


SLACH, Miroslav: Dostavník do Výmaru. Ilustroval Karel Müller. 234 s. Plzeň 1970

Ein historischer Liebesroman, der sich auf das letzte Kapitel im Leben des berühmten deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe konzentriert. Die Geschichte schildert Goethes emotionalen Ausbruch gegenüber der erst siebzehnjährigen Ulrica von Levetzow. Die Handlung spielt vor der romantischen Kulisse eines westböhmischen Kurortes, genauer gesagt in Mariánské Lázně, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Roman fängt den inneren Kampf des alternden Genies, die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit und die Atmosphäre des tschechischen Nationallebens ein. Der Titel bezieht sich auf Ulricas Reise von Böhmen nach Weimar im Jahr 1824, um auf die Gefühle des Dichters zu reagieren. Das Werk wird dafür geschätzt, dass es Goethe nicht nur als unvergleichlichen Künstler, sondern vor allem als fehlerhaften und tief empfundenen Menschen darstellt. Miroslav Slach (1919–2001)

SLACH, Miroslav: Sbohem, letní lásko. Ilustroval Cyril Bouda. 195 s. Praha 1982

Eine Sammlung von vierzehn kurzen Prosatexten (Miniaturen), die in einer fesselnden Erzählung das Leben Johann Wolfgang Goethes näherbringen. Im Mittelpunkt steht die späte Liebesbeziehung des Dichters zu der jungen Ulrica von Levetzow, die sich während seiner Aufenthalte in Mariánské Lázně ereignete. Der Autor verknüpft eine nostalgische Geschichte über Goethe mit einer Beschreibung der Atmosphäre jener Zeit und der Nebenfiguren, die mit dem Dichter in Verbindung standen. Das Buch enthält Illustrationen des Nationalkünstlers Cyril Bouda, der für seinen präzisen grafischen Stil bekannt ist. In tschechischer Sprache. Miroslav Slach (1919–2001)


STEININGER, Fritz, F.; KOSSATZ-POMPÉ, Anne: "quer durch Europa" - Naturwissenschaftlichen Reisen mit Johann Wolfgang von Goethe. 176 s. Frankfurt am Main 1999

Das Buch ist der Begleitkatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main im Jahr 1999. Die Publikation beleuchtet eine weniger bekannte Seite des berühmten Dichters: Goethe als aktiven Naturforscher, Reisenden und Wissenschaftler. Sie bietet nicht nur Reiseberichte, sondern eine Sammlung wissenschaftlicher Beiträge, die Goethes Beitrag zu verschiedenen Forschungsgebieten analysieren: Die einleitenden Artikel erörtern Goethes Verbindung zur Senckenberger Naturhistorischen Gesellschaft. Goethe war fasziniert von Gesteinen und Fossilien. Ein bedeutender Teil des Buches ist seinen Reisen nach Böhmen gewidmet (z. B. dem Kapitel von Oldřich Fejfar „Brunngast, Geolog und Spaziergänger – Goethe in Böhmen“), wo er vulkanische Aktivitäten und geologische Formationen erforschte. Die Publikation betont, dass Goethes wissenschaftliche Tätigkeit nicht nur ein Hobby, sondern integraler Bestandteil seiner Weltanschauung war. Im Gegensatz zur rein analytischen Wissenschaft seiner Zeit förderte Goethe ein intuitives Verständnis der Naturgesetze durch präzise qualitative Beobachtung.

TVRDÍK, Milan; STAŠKOVÁ, Alice (eds.): Goethe Heute/Goethe dnes. 237 s. Červený Kostelec 2008

Der Sammelband präsentiert Goethes Werk aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts und bietet eine moderne, wissenschaftliche Auseinandersetzung damit. Wie der Titel „Heute“ bereits andeutet, verfolgen die Autoren nicht nur das Ziel einer historischen Darstellung, sondern analysieren, was Goethes Werk dem heutigen Leser zu sagen hat und welche Rolle er in der zeitgenössischen Kultur spielt. Die Beiträge bewegen sich an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Ästhetik. Sie führen die Tradition der Untersuchung von Goethes Aufenthalten in den böhmischen Ländern fort, stellen diese jedoch in einen breiteren mitteleuropäischen Kontext. Analysen von Schlüsselwerken (z. B. Faust, Wilhelm Meisters Lehrjahre) werden mit modernen methodischen Ansätzen durchgeführt. Dieses Buch ist unverzichtbar für alle, die mehr über Goethe erfahren möchten als nur biografische Daten.

URZIDIL, Johannes: Goethe v Čechách. 500 s. Příbram 2009

Johannes Urzidils Buch „Goethe in Böhmen“ gilt als ein Schlüsselwerk der Literaturgeschichte, das die tiefe und lebenslange Verbundenheit Johann Wolfgang von Goethe mit den tschechischen Ländern nachzeichnet. Urzidil dokumentiert detailliert Goethes 17 Aufenthalte in Böhmen, in denen er insgesamt drei Jahre seines Lebens verbrachte. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem westböhmischen Kurortdreieck (Marianska Lázně, Karlovy Vary, Františkovy Lázně) und Teplice. Das Buch porträtiert Goethe nicht nur als Dichter, sondern auch als begeisterten Naturforscher. Es beschreibt sein Interesse an der tschechischen Geologie (insbesondere an der Komorní Hůrka), Botanik und Mineralogie. Diese Publikation ist im Grunde eine „Bibel“ für alle, die sich für die kulturelle Verbindung zwischen der deutschen Klassik und der tschechischen Landschaft interessieren. Johannes Urzidil (1896–1970)

URZIDIL, Johannes: Goethe in Böhmen. 273 s. Leipzig 1932

Die Originalausgabe von Goethes „In Böhmen“ aus dem Jahr 1932 ist die erste Fassung von Urzidils Lebenswerk über Goethes Beziehungen zu den tschechischen Ländern. Anders als die erweiterte, 500-seitige Ausgabe von 2009 (die auf der letzten Überarbeitung des Autors aus den 1960er Jahren basiert) ist diese Fassung prägnanter und entstand als Beitrag zu den Feierlichkeiten zum 100. Todestag von J. W. Goethe.Johannes Urzidil (1896–1970)



WAJS, Miloslav: Goethe v západních Čechách. 105 s. Karlovy Vary 1992

Das Buch zeichnet Goethes intensive Beziehung zu Westböhmen nach. Es widmet sich Goethes Aufenthalten im sogenannten Kurortdreieck und seiner Umgebung. Detailliert beschrieben werden seine 13 Besuche in Karlsbad, seine Aufenthalte in Marienbad (einschließlich der schicksalhaften Begegnung mit Ulrika von Levetzow) und Franziskanerbad. Der Autor betont, dass Goethe nicht nur als Dichter, sondern auch als begeisterter Forscher in Böhmen weilte. Die Publikation beschreibt seine geologischen Forschungen an der Komorní Hůrka und seine mineralogischen Sammlungen aus der Cheb-Region.


WAJS, Miloslav: Westböhmen in Goethes Leben, Werk und Wirken. 64 s. Plzeň 1972

Eine Studie über Johann Wolfgang von Goethes Beziehung zu Westböhmen. Die Erstausgabe erschien 1972 im Westböhmischen Verlag in Pilsen anlässlich des 140. Todestages des Dichters. Der Autor beleuchtet Goethes Verbindungen zur Region, seine Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten und die Inspiration, die er dort für seine Werke fand. Miloslav Wajs (1908–1994) war ein Experte für Goethes Werk und die Geschichte der Region. Seine Arbeiten über Goethe in Böhmen gelten als Standardliteratur für die Erforschung der Spuren des Dichters in Karlsbad, Marienbad und Umgebung.

Internetressourcen

Böhmisch-sächsische Literaturlandschaft

Informationen über Schriftsteller und ihre Spuren (einschließlich JWG) in der Grenzregion ermöglichen es, den literarischen Reichtum der Region kennenzulernen. Die digitale Plattform ist zweigeteilt: Das Literaturinformationssystem (LIS) sucht auf der Karte nach literarischen Erinnerungsorten und verknüpft diese mit Informationen zu den mit diesen Orten verbundenen Autoren. Der Bereich „Materialien“ präsentiert anschließend deren Werke und ausgewählte Forschungsbeiträge.

Die Lern- und Spieleplattform (LIS 2.0) macht die Entdeckung der Literatur der Grenzregion spielerisch, insbesondere für junge Nutzer. Hier können sie Autoren der Grenzregion kennenlernen und literarische Gattungen und Epochen entdecken. Die Integration von Spielen in den Unterricht wird durch didaktische Materialien erleichtert, die auf der Startseite der Spiele zugänglich sind.

Společnost Johannese Urzidila

Die Website von Johannes Urzidil, einem bedeutenden Goethe-Biografen und Autor des Buches „Goethe in Böhmen“. Sie enthält eine detaillierte, strukturierte Biografie, Urzidils Bibliografie und weitere wichtige Informationen.




ARNIKA

Arnika ist ein Magazin für alle, die sich für die Natur und Geschichte der Region Karlsbad interessieren. Hier finden Sie interessante Fakten und die neuesten Entdeckungen aus der Region Karlsbad, insbesondere aus den Bereichen Naturwissenschaften, Geschichte und Archäologie.

BROŽ, M.; BOUŠKOVÁ, A.: Goethova štola v Komorní hůrce u Františkových Lázní – historie a současnost. 2019/2/18-23

BURACHOVIČ, S: Goethe ctil karlovarské prameny a dobré jídlo. 1992/32/420

BURACHOVIČ, S.: Goethovo pojednání o karlovarských horninách. 1980/16/151

BURACHOVIČ, S.: Hora, o které již Goethe psal. 1979/14/94  

BURACHOVIČ, S.: Před 190 lety vyšel Goethův spis. 1997/44/22

BURACHOVIČ, S.: Topografie Goethových návštěv ve Slavkovském lese. 1982/2/53 

HONL, J: J. W. Goethe a česká toponomastika. 1982/2/6

PLACHÝ, J.: Goethe a Horní Slavkov. 1984/9/341

ŠVANDRLÍK, R.: Proč Slavkovští Goethovi sochu nepostavili. 1982/3/102 

ŠVANDRLÍK, R.: Proč Slavkovští Goethovi sochu nepostavili. 1982/3/102

HAMELIKA

Alexander Grigorjevič Stroganov

Goethe a Marie Szymanowská

Goethe a Kazimíra Wolowská

Goethův výlet do Mariánských Lázní v roce 1820

Mariánské Lázně vzpomenuly v roce 1999 250. výročí narození J. W. Goetha

Nejstarší dům v lázeňské čtvrti

Orest Adamovič Kiprenskij a jeho "Goethe"

Sasko-výmarský vévoda Karl August

Sousoší Goethe a Múza 

Z Goethových deníků z doby pobytu v Mariánských Lázních a v Karlových Varech v roce 1823. Hamelika

UNSER EGERLAND

JOHN, Alois: Goethe-Literatur. UE 1907/2. s. 1

JOHN, Alois: Goethe und Sebastian Güner. UE 5-6/1904. s 59

PISTL, EDUARD: Der erste Schrift über den Kammerbühl. UE 1/1911. s. 1.

Goethe und Marienbad. UE 9/1915 s. 70

Die Goethe-Grüner Tafel in Eger. s. 1 UE 6/1899

Egerländer Volksaberglaube (Sammlung des Egerers Scharfrichters Karl Huss). s 14. /1900

Rath Joseph  Sebastian Grüner (16. Februar 1780 - 16. Jänner 1864). Der Begründer der Egerländer Volkskunde. UE 2/1897